Viele werden sich sicherlich fragen " Brauch ich so was?, - ganz bestimmt nicht ". Aber wie schnell kommt man in eine Situation wo man auf sich alleine gestellt ist , und plötzlich heißt es " zu Überleben". Es muß ja nicht grad ein Flugzeugabsturz sein, manchmal reicht schon ein Autounfall der nicht gleich bemerkt wird,vielleicht eine Wanderung im unbekannten Gebiet , wo man sich verläuft.Man kann auch in eine Naturkatastrophe hineingeraten, und dann ist guter Rat gefragt " Was mache ich nun ?"
Auf dieser Seite will ich Überlebensstrategien, die man vielleicht mal gebrauchen kann ,darstellen.
Viel Spass beim durchstöbern dieser Seite !
Hier ist ein interessanter Link den ich bekommen habe und gerne auf meine Seite aufnehmen möchte:
Es ist ein Hinweis der Natur, dass etwas nicht stimmt.Schmerz wird in einer Paniksituation von dem Verletzten häufig nicht geäußert, weil der Adrenalinausstoß das Schmerzempfinden betäubt. Deshalb muß der Wundversorgung vor allen anderen Maßnahmen Vorrang gegeben werden, damit sich der Zustand des Verletzten nicht durch fehlende Behandlung verschlimmert.
Kälte
Kälte stellt eine sehr große Gefahr fürs Überleben dar, da sie das Urteilsvermögen senkt ,den Körper betäubt und den Willen vermindert. Wichtige Verrichtungen unterbleiben, weil sich das Denken ganz darauf ausrichtet, wieder warm zu werden.Wenn die Kälte vom Körper Besitz ergreift, darf man auf keinen Fall stehen bleiben oder sich zum Schlafen hinlegen, es sei denn, ein angemessener Kälteschutz verhindert, das man nicht mehr aufwacht.
Durst
Flüssigkeitsmangel,auch Dehydrierung genannt,stumpft ab und vermindert die Aufnahmefähigkeit. Man kann leicht vergessen, dem Körper regelmäßig Flüssigkeit zuzuführen. Man kann nie zu viel, sondern nur zu wenig Wasser trinken.
Hunger
Hunger ist gefährlich, aber selten tödlich. Er kann das logische Denkvermögen herabsetzen und gemeinsam mit dem Durst die Wirkung von Kälte, Schmerz und Furcht verstärken.
Erschöpfung
Sie ist in Notsituationen beinahe unvermeidlich. Man muß ihr mit Willensstärke begegnen. Schon eine leichte Form von Müdigkeit oder Erschöpfung wirkt sich nachteilig auf die Urteils- und Wahrnehmungsfähigkeit aus, alles wird gleichgültig. Man befindet sich dadurch in höchster Gefahr.
Langeweile & Einsamkeit
Beide Faktoren sind so gefährlich, weil man nicht mit ihnen rechnet.Die Gefühle machen sich schleichend breit, wenn nichts geschieht, wenn man etwas erwartet und nichts eintritt oder wenn man still auf sich allein gestellt ausharren muß. Langeweile und Einsamkeit reduzieren das kritische Urteilsvermögen erheblich und sind der Nährboden für Mutlosigkeit und Angst.
Gefahren der Jahreszeiten :
Frühling
- Verhalten bei :Schneeschmelze
Ob zu Fuß oder mit Auto heißt es jetzt eine Entscheidung zu treffen ob weiterfahren oder umkehren. Auf keinen Fall darf ein Gewässer mit einem Fahrzeug durchquert werden, ohne dass der Übergang vorher geprüft wurde.Ist man sich seiner Sache nicht sicher, ist umkehren der bessere Weg.
-Regen und Nässe
Es ist zu vermeiden, bis auf die Haut nass zu werden, da der Körper sonst schnell auskühlen kann.Man sollte Schutz suchen an Überhängen in Höhlen oder unter Bäumen.
Sommer
-Verhalten bei:Hitze
Wird bei Wanderungen eine Rast eingelegt, ist feuchte Unterbekleidung nicht nur unangenehm, sie kann auch gefährlich werden, denn sie entzieht dem Körper Wärme und man beginnt zu frieren.
-Sonneneinstrahlung
Der Kopf ist sehr empfindlich gegen extreme Temperaturen, daher sollte immer ein Kopfschutz getragen werden. Freihe Körperstellen sollten mit Schutzcreme behandeltet werden , damit kein gefährlicher Sonnenbrand entsteht, der sonst den Körper schwächen könnte und zu Fieber und schlaflosen Nächten führen kann.
Herbst
-Verhalten bei Nebel
Bei Nebel sollte zusätzliche Kleidung getragen werden, da die feuchte Kälte sehr unangenehm ist. Es ist ratsam bei Nebel seine Wanderung zu unterbrechen bis die Sicht wieder besser ist, um sich im Gelände besser orientieren zu können.Ein Feuer hilft die klammen Sachen bei dieser Rast wieder zu trocknen.
- Stürme
Besonders gefährlich sind Stürme auf dem Wasser.Das Boot kann voll Wasser schlagen und Mensch und Ausrüstung durchnässen oder sogar kentern.Es ist sinnvoll, seine Tour bei einem Sturm zu unterbrechen und an Land abzuwarten.Auch kann das durchwandern von Wäldern bei Sturm recht gefährlich werden, durch umstürzende Bäume . Am besten ist es daher, in einer Schonung ,junger niedrieger Bäume Zuflucht zu finden bis der Sturm sich gelegt hat.
Winter
-Verhalten bei Lawinengefahr
Bemerkt man das sich oberhalb von einem Schneemassen in Bewegung setzen, dann sollte man sich schleunigst beeilen aus der Gefahrenzone zu kommen. Sollte man es vielleicht nicht mehr schaffen, dann sollte man versuchen sich alle sperrigen Gegenstände vom Körper zu entledigen( Ski,Stöcke,Rucksack). Mit heftigen Schwimmbewegungen in der Rückenlage, die Füße möglichst talwärts, muß man versuchen, an der Oberfläche der Lawine zu bleiben. Sobald die Lawine zur Ruhe kommt, muß jede Anstrengung unternommen werden, um etwas Freiraum für Kopf und Brust zu bekommen.
- Schnee
Bei Schnee und intensiver Sonneneinstrahlung kann es zur Schneeblindheit kommen. Im Anfangsstadium hat man das Gefühl, Sand in den Augen zu haben, dann beginnen die Augen stark zu tränen. Schützen kann man dann die Augen mit einer Sonnenbrille. Hat man keine zur Verfügung kann man sich aus einem Stück Rinde oder anderes Material eine Augenmaske herstellen, in der man 2 schmale Schlitze schneidet. Werden die Augen nicht geschützt ,verursacht das grelles Licht starke Schmerzen und bald kann man die Augen nicht mehr öffnen. Schneeblindheit kann chronisch werden !
- Eis
Beim überqueren von Eisflächen sollte man immer vorsichtshalber eine Stange oder Stock quer vor der Brust halten. Sollte dann das Eis nachgeben, liegen die beiden Enden auf dem Eis auf und man kann sich festhalten und einen Teil des Oberkörpers aus dem Wasser halten. Bricht man ins Eis ein ohne eine Querstange dabei zu haben sollte man folgende Position einnehmen : Rücken zum Rand des Eisloches, Hohlkreuz, Arme ausbreiten und die Handflächen aufs Eis legen. Damit wird das Körpergewicht verteilt und das weitere Abbrechen des Eises verhindert. Einen im Eis Eingebrochenen sollte man sich auf allen Vieren nähern oder auf dem Bauch zu Ihm rutschen , um ihm eine Stange oder ähnliches zu reichen.
-Erfrierungen
Erfrorene Körperpartien dürfen nicht gerieben werden, um sie wieder zu erwärmen. Man sollte diese Schäden wie eine Verbrennung behandeln. Tritt die Erfrierung im Gesicht, an den Ohren oder am Körper auf, dann sollte sie mit der warmen, unbekleideten Hand bedeckt werden. Ist die Hand selbst betroffen, steckt man sie unter die Unterbekleidung , um ihr Körperwärme zuzuführen. Bei Erfrierungen an den Füßen, zieht man die Schuhe und Socken aus und erwärmt die Füße mit den Händen oder an einer anderen Person. Dann werden die Erfrierungen mit einem sterilen Verband abgedeckt.
-Unterkühlung
Eine Unterkühlung kann man sich schnell holen, ob im Winter oder im Sommer. Es gib 3 Möglichkeiten für Abhilfe zu sorgen. Entweder man produziert mehr Wärme( durch Bewegung od. körperliche Tätigkeiten), man zieht sich mehr Kleidung an oder man tut diese beiden Maßnahmen zusammen.Auch benötigt der Körper genug energiereiche Nahrung , damit er Wärme produzieren kann.Ein Feuer zu machen wäre ratsam, und warme Getränke helfen den Körper von innen heraus aufzuwärmen.
Richtungsbestimmungen
-durch die Sonne:
Die Sonne geht leicht südlich der genauen Ostrichtung auf und leicht nördlich der genauen Westrichtung unter. Jeweilige Abweichungen variieren mit den verschiedenen Jahreszeiten.
- mit einer Uhr: ...kann man geographisch Nord oder Süd annähernd festlegen. In der nördlichen gemäßigten Zone wird der Stundenzeiger auf die Sonne gerichtet. Süden liegt dann in der Mitte zwischen dem Stundenzeiger und zwölf Uhr.Wenn die Uhr auf Sommerzeit eingestellt ist, liegt Süden in der Mitte zwischen dem Stundenzeiger und ein Uhr. Falls nicht ganz klar ist, wo Norden oder Süden ist, denk dran, daß die Sonne vor Mittag im Osten ist und nach Mittag im Westen .
Auch in der südlichen gemäßigten Zone kann man die richtung mit einer Uhr bestimmen. Hier wird die Zwölf auf die Sonne gerichtet, und in der Mitte zwischen der Zwölf und dem Stundenzeiger liegt Norden. In der Sommerzeit liegt Norden in der Mitte zwischen dem Stundenzeiger und Eins.
-bei Nacht :..läßt sich mit Hilfe der Sterne Norden in der nördlichen Hemisphere und Süden in der südlichen Hemisphere bestimmen.Um den Polarstern zu finden der einem die Nordrichtung weist , muß man zuerst einmal den großen Wagen suchen. Die beiden Sterne am Ende des Wagens sind die Hinterachse. Diese muß man nun fünffach nach rechts verlängern , dann trifft man auf den Polarstern.
Südlich des Äquators dient das Kreuz des Südens zur Feststellung der allgemeinen Südrichtung. Diese gruppe von 4 hellen Sternen sieht aus wie ein auf eine Seite geneigtes Kreuz. Verlängert man nun die Querbalken des Kreuzes nach rechts viereinhalb mal , hat man die Südrichtung.
Unterschlupf
Ein selbstgebauter Unterschlupf kann aus einem schnell und einfach errichteten schrägen Dach bestehen oder aus einem voll isolierten Blockhaus. Das hängt davon ab wieviel Zeit man hat und was man an Werkzeug hat.
- verschiedene Arten:
Das Laubdach - besteht aus einen A-förmigen Rahmen ,das mit einer dicken Schicht Blätter, Rindenstücke oder Grasboden bedeckt wird.Die Auflage wird wie Dachziegel von unten nach oben aufgebaut.Diese Art von Unterschlupf ist als ideal anzusehen, da sie weitestgehend wasserdicht gemacht werden kann.
Das Schrägdach - sollte so plaziert sein , daß eine Feuerstelle gebaut werden kann, die so groß ist, daß die Wärme sich gleichmäßig im Unterschlupf verteilt. Verbessern läßt sich das ganze durch Verwendung eines Feuers mit Reflektor, der aus grünen Baumstämmen oder großen Steinen hinter dem Feuer gebaut wird,das die Hitze zurückstrahlt.
Die Weidenhütte - dabei werden kleine Weiden zu einem Rahmen zusammengebunden, der dann mit Stoff abgedeckt wird. Die offene Seite sollte rechtwinklig zur vorherrschenden Windrichtung plaziert werden. Kanten der Abdeckung werden mit Erde oder Steinen bedeckt, damit der Wind nicht untergreift.
Baumstammunterschlupf - 2 Pfähle weren auf einen großen Baumstamm gelegt, und der Rahmen wird mit Laubwerk abgedeckt.
Man sollte nicht auf dem Boden schlafen , da es zu feucht und kalt werden kann. Sobald der Unterschlupf fertig ist baut man sich ein Bett aus gleichmäßigen Ästen die man mit Zweigen bedeckt und mit Laub oder Moos auspolstert.
Wassersuche
Wie stark der Durst auch sein mag, man sollte nie ungenießbares Wasser trinken. Sämtliches Wasser muß durch einminütiges Abkochen oder mit Hilfe von Entkeimungstabletten behandelt werden. Kocht man das Wasser nicht ab kann es zu Krankheiten wie Dysenterie, Typhus u.Cholera kommen.
Normalerweise gibt es in loser Erde mehr und leichter Wasser zu finden als im Felsen. In Talsohlen oder an Hängen die an das Tal angrenzen kann man nach Grundwasser suchen, da an diesen Stellen der Grundwasserspiegel höchstwarscheinlich an der Oberfläche liegt. Quellen und Sickerstellen lassen sich auch nach Rückgang des Wassers oberhalb der Hochwassermarke von Flüssen und Strömen finden.
Vor dem Graben nach Anzeichen für Wasser Ausschau halten. An grünen bewachsenen Stellen graben, in niedrigen Wäldern, am Meeresufer und in Flußebenen . Rohrkolben,Fetthölzer,Weiden,Holunderbüsche und Alkaligras wachsen nur dort , wo das Grundwasser nahe an der Oberfläche liegt. An diesen Stellen kann man graben.
Eine weitere Möglichkeit wäre eine Destilieranlage, die man mit Hilfe einer Plane bauen kann, indem man ein Loch in den Boden gräbt , in der Mitte einen Behälter stellt, das Loch mit der Plane abdeckt , einen kleinen Stein in der Mitte reinlegt, so das das aufsteigende Wasser in den Behälter tropfen kann .
Wasser kann man auch aus Pflanzen gewinnen. Viele Pflanzen mit fleischigen Blättern oder Stengeln speichern trinkbares Wasser.
Man kann auch den Tau auf den Gräsern mit Hilfe eines Tuches aufnehmen.
Brennstoffe
Um ein Feuer zu machen braucht man erst Brennstoffe. Stehende tote Bäume und trockne tote Äste kann man dafür benutzen. Bei nassem Wetter findet man im Inneren von umgestürzten Baumstämmen trockenes Holz. In baumlosen Gegenden kann man auf Gras, getrockneter Tierdung, Tierfette ,Ölschiefer oder Torf zurückgreifen. Man sollte schnellbrennendes Anzündmaterial wie trockne Kiefernzapfen,Rinde, Zweige,Kiefernnadeln,Bodenflechten,Farne und Zunderschwamm suchen . Auch Baumharze brennen sehr gut.
Feuer machen (ohne Streichhölzer)
Vor dem Versuch , ein Feuer zu machen ,muß man erst einmal etwas extrem trocknenen Zunder vorbereiten.Dazu nimmt man Zunderholz,Fussel aus Stoff,fein zerkleinerte trockene Rinde,trockenes pulverisiertes Holz, die innere Auskleidung von Vogelnester oder wolliges Pflanzenmaterial. Dann kann man versuchen ein Feuer in Gang zu bringen. Dazu gibt es verschiedene Methoden :
- mit Sonne und Glas: Ein Kameraobjektiv , eine konvexe Linse oder das Glas einer Taschenlampe lassen sich verwenden, um die Sonnenstrahlen auf den vorbereiteten Zunder zu konzentrieren.
- durch Holzreibung: Hierbei fertigt man sich einen starken Bogen mit einer lockeren Sehne aus Schnürsenkel od. Bindfaden an. Die Sehne einmal um einen harten Holzpflog winden der unten angespitzt ist .Damit in einer Mulde im trocknen Weichholz den Holzpflog mit Hilfe des Bogens schnell hin und her bewegen.Sobald Rauch aufsteigt , vorsichtig den Zunder zugeben und vorsichtig Luft zufügen.Diese Methode ist aber recht schwierig
.
- durch Feuerfaden: Benötigt wird ein Streifen trockenes Schilfrohr oder Bindfaden, etwa 60 cm lang, und ein trockener Stock.Das eine Ende des Stockes hochheben und spalten. Mit einen Keil aus Stein oder Holz einen Spalt offenhalten.Etwas Zunder in den Spalt geben und den Faden hinter dem Zunder einführen. Den Stock mit dem Fuß festhalten und den Faden hin und her bewegen, bis der Zunder zu schwelen beginnt.
Essbare Pflanzen
Es gibt etwa 300 000 verschiedene Arten von wilden Pflanze auf der Welt. Eine große Zahl davon ist eßbar. Nur sehr wenige sind schon in kleinen Mengen tödlich.
Wenn Zweifel besteht , welche Pflanzen giftig sind und welche nicht, Nagetiere, Affen,Bären und andere pflanzenfressende Tiere beobachten. Normalerweise ist diese Nahrung auch für Menschen sicher.
An diesen Regeln solltest Du dich halten:
1. Ein kleines Stück jeder unbekannten Pflanze probieren . Wenn sie bitter oder unangenehm schmeckt, nicht essen.
2. Im Zweifelsfall alle Pflanzennahrung kochen. Viele Gifte werden durch Kochen neutralisiert.
3.Pflanzen mit milchigem Saft nicht essen und den Saft nicht an die Haut gelangen lassen. Diese Regel gilt nicht für wilde Feigen,Brotfrüchte,Papayas,Trommelkaktus,Löwenzahn und Bocksbart.
4. Durch Beiseitelegen aller Gräser,Getreidearten und Körner mit schwarzen Stellen anstelle der normalen Samenkörner Mutterkornvergiftung vermeiden.
5. Die meisten Beeren sind zwar eßbar, es gibt aber auch viele giftige. An bekannte Beeren halten.
6. Keine Champignons oder andere Pilze essen. Nur wenige Arten sind giftig, aber Pilze gibt es in solch einer Vielzahl von Formen,Farben und Größen,daß nur ein Experte vollkommen sicher sein kann, welche eßbar sind.
Wenn Verdacht besteht, daß eine giftige Pflanze gegessen wurde, Erbrechen herbeiführen.
Essbare Pflanzenteile:
- Wurzeln,Knollen,Wurzelstöcke,Zwiebeln.
Alle diese Teile befinden sich unter der Erde und müssen ausgegraben werden.Man kann sie durch kochen oder rösten zubereiten.
- Schößlinge und Stengel.
Eßbare Schößlinge sehen ähnlich wie Spargel aus. Einige lassen sich roh essen die meisten sollte man aber besser 10 Minuten ankochen, das Wasser abgießen und mit neuen Wasser weiterkochen bis sie ausreichend zart sind.
-Blätter
Pflanzen mit Blättern kommen am zahlreichsten vor.Sie können roh oder gekocht werden.(Zu starkes kochen zerstört jedoch viele wertvolle Vitamine)
- Nüsse
Nüsse sind eine der nahrhaftesten Pflanzennahrung und enthalten wertvolles Protein.Pflanzen mit eßbaren Nüssen wachsen in allen Klimazonen und Kontinenten der Welt außer der Arktis.Zu den Nüssen gehören:Walnuß,Haselnuss,Mandeln,Eicheln,Bucheckern,Kastanien,Tannen-u.Kiefernzapfen,Kokosnuß,Paranuß uvm.
- Samen und Körner
Die Samen vieler Pflanzen wie etwa Buchweizen,Fuchsschwanz,Gänsefuß,Bohnen und Erbsen aus bohnenähnlichen Pflanzen enthalten proteinreiche Öle. Auch die Körner aller Getreidearten und vieler anderer Gräser sind reich an pflanzliche Proteine. Man kann sie zwischen zwei Steinen zermahlen, mit Wasser mischen und zu Porridge (Brei aus Mehl und Wasser der kurz aufgekocht wird) verarbeiten oder rösten.
- Früchte
In der Natur finden sich viele Arten von eßbaren Früchten die man in Obst und Gemüse weiter aufteilen kann. Nur reife Früchte essen und solche die man auch kennt. Am besten roh , da sich durch kochen sonst eine Vielzahl von Vitamine verabschieden würde.
- Rinde
Die innere Rinde eines Baumes - die Schicht über dem Holz- kann gekocht oder auch roh gegessen werden.Durch Pulverisieren läßt sich aus der inneren Rinde von Pappeln, Espen, Birken, Weiden und Kiefern Mehl herstellen. Äußere Rinde sollte man meiden wegen des großen Gehalts an Tannin.
Bekleidung
Wozu dient sie? Die Hauptfunktion der Kleidung besteht darin : die normale Körpertemperatur zu bewahren und den Körper gegen Wetter, Verletzungen, Insekten und andere kleine Lebensformen zu schützen.
Wenn man sich plötzlich irgendwo außerhalb der Zivisilisation wiederfindet und in einer Notlage ist, muß man meist mit dem auskommen was man gerade trägt.
Hier sollte man sich an diese allgemeinen Regeln dann halten:
1.Kleidung so gut es geht sauber halten. Regelmäßig waschen.In der Kleidung schlafen; falls aber mehr als eine Schicht Bekleidung vorhanden ist, die nicht getragene nachts auslüften lassen.
2.In kaltem Klima bei schwerer Arbeit nicht zu viel anziehen. Der Körper heizt sich sonst schnell auf und der abkühlende Schweiß kann zu Erkältungen und Fieber führen.
3.Beim Marsch durchs Unterholz die Hosenbeine in die Socken stopfen oder die Kleidung an den Knöcheln und Handgelenken zubinden. Alle Knöpfe schließen.( Verletzungsgefahr)
4.Socken und Schuhe trocken halten. Über einem Feuer wärmen und nachts auslüften. Ungenügende Pflege von Fußbekleidung führt zu Blasen, Scheuern und Immersionsfuß, der zu völliger Bewegungslosigkeit führen kann.
Was tun bei Naturkatastrophen ?
Überschwemmung
1.Feststellen auf welcher Höhe das Grundstück liegt, damit bei Vorhersage möglicher Wasserstände schon abgeschätzt werden kann, ob die Gefahr einer Überflutung besteht.
2. Wenn eine Überschwemmung unmittelbar bevorsteht, keine Sandsäcke an der Außenwand des Hauses aufschichten, um das Eindringen von Wasser in den Keller zu verhindern. In der Erde einsickerndes Wasser kann sich um die Kellerwände sammeln oder das gesamte Untergeschoß anheben,so daß es aus dem Boden "aufschwimmt". In den meisten Fällen ist es besser, das Wasser ungehindert in den Keller fließen zu lassen (oder das Untergeschoß selbst mit klarem Wasser zu fluten, wenn man sicher ist, daß es sowieso überschwemmt wird). Dadurch wird der Waserdruck an der Außenseite von Kellerwänden und - fußböden ausgeglichen und Bauschäden an Fundament und Haus vermieden.
3.In verschlossenen sauberen Behältern einen Trinkwasservorrat anlegen.
4. Wenn eine Überschwemmung warscheinlich ist und die Zeit es gestattet, wichtige Dinge und Möbel in die oberen Geschosse transportieren. Alle elektrischen Geräte, die nicht transportiert werden können, abklemmen - jedoch nicht berühren, wenn man naß ist oder im Wasser steht. Haustüren und Fenster verschließen. Ein Fahrzeug, das zurückgelassen werden muß, in die Garage stellen.
5. Bei der Fahrt durch hohes Wasser einen niedrigen Gang einlegen und sehr langsam fahren, damit kein Wasser in den Motor spritzt und ihn funktionsunfähig macht. Daran denken, daß die Bremsen möglicherweise schlecht ansprechen, wenn die Räder in tiefem Wasser gewesen sind.
6. Wenn man von einer steigenden Flut eingeschlossen wird, auf das Dach klettern. Wenn auch das Dach überschwemmt zu werden droht, einen großen, stabilen, schwimmenden Gegenstand suchen, auf dem man mit der Flut schwimmen kann.
7. Anderen Zuflucht gewähren, wenn die Tragfähigkeit groß genug ist.
8.Wenn man hat Sicherheitswesten tragen.
9. Direkten Kontakt mit einem Verzweifelten vermeiden, da er nicht nur sein eigenes, sondern auch das Leben des Retters gefährden könnte. Bevor man das Boot verläßt, um dem Opfer zur Hilfe zu kommen, ihm je nach den Umständen immer ein verankertes Seil zuwerfen oder ein Ruder hinhalten.
10. Wenn im Winter jemand durch das Eis gebrochen ist, einen Knüppel oder ein Kleidungsstück nach ihm ausstrecken und dabei flach ausgestreckt auf das Eis legen, um das Gewicht beser zu verteilen. Wenn andere Leute helfen wollen, eine menschliche Kette quer über das Eis bilden , wobei andere Leute am Ufer die Kette auf sicheren Boden ziehen, sobald das Opfer sicher gefaßt ist.
Erdbeben
1.Ruhig bleiben und nicht in Panik geraten. Wenn man die richtigen Maßnahmen trifft, besteht durchaus die Möglichkeit, daß man nicht verletzt wird.
2. An Ort und Stelle bleiben. Wer sich im Freien befindet, bleibt draußen. Wer sich im Innern eines Gebäudes befindet, bleibt drinnen. Die meisten Verletzungen passieren, wenn die Leute Gebäude betreten oder verlassen.
3.Im Innern Schutz unter Schreibtischen,Tischen, Bänken oder an Innenwänden oder Korridoren suchen. Von Glas, Fenstern uns Außentüren entfernt halten.
4. Während oder nach dem Erdbeben keine Kerzen, Streichhölzer oder andere offene Flammen benutzen. Sämtliche Feuer löschen ( Gasexplosionsgefahr!).
5. Im Freien von Gebäuden und Versorgungseinrichtungen entfernen. Wenn man einmal im Freien ist , dort bleiben, bis das Beben aufhört.
6. Nicht durch Gebäude oder nahe an ihnen vorbeilaufen. Die größte Gefahr durch fallende Trümmerstücke besteht unmittelbar vor Eingängen und in der Nähe der Außenwände.
7. Im fahrenden Wagen anhalten, so schnell es die Sicherheit erlaubt, aber im Fahrzeug bleiben. Ein Auto mag zwar fürchterlich in den Federn schwanken, es bildet aber einen guten Platz, um darin das Ende des Bebens abzuwarten. Bei der Weiterfahrt auf durch das Erdbeben verursachte Gefahren wie heruntergefallene oder fallende Gegenstände, abgerissene Stromleitungen oder gebrochene oder unterhöhlte Eisenbahnlinien achten.
Flutwelle
1. Flutwellen entstehen nicht überall, aber dort wo es Erdbeben gibt , muß man auch auf eine Flutwelle gefaßt sein.
2.Nach einem lokalen Erdbeben nicht in niedrig liegenden Küstengegenden bleiben.
3. Eine Flutwelle besteht nicht aus einer einzigen, sondern aus einer Reihe von Wellen. Aus Gefahrengebieten bleiben, bis die zuständige Behörde Entwarnung gibt.
4. Niemals an die Küste gehen, um nach einer Flutwelle Ausschau zu halten. Wenn man sie sehen kann , ist sie zu nah, als daß man ihr noch entfliehen könnte.
5.Bei einer Flutwellenkatastrophe den Anweisungen der örtlichen Behörden über das Verhalten während des Notfalls befolgen.
Blitzschlag
1. Wenn ein Gewitter naht, in ein Haus,großes Gebäude oder in ein Fahrzeug, das ganz aus Metall besteht, begeben.
2. Im Freien nicht auf Hügel, im offenen Feld oder an der Küste stehen , auch nicht von einem kleinen Boot aus angeln. In großen Booten innen aufhalten.
3.Nicht in oder in der Nähe von Wasser bleiben.Auch nicht auf oder in der Nähe von Motorrädern, Rollern,Golfwagen oder Fahrrädern aufhalten. Golfschläger an die Seite legen.
4.Von Drahtzäunen, Wäscheleinen, Metallrohren, Schienen und anderen Metallteilen, über die die Elektrizität des Blitzes geleitet werden könnte, entfernt halten.
5. Nicht in kleine, einzeln stehende Schuppen oder andere kleine Bauten in offenem Gelände aufhalten. Im Wald an einer tiefliegenden Stelle unter dichtstehenden kleinen Bäumen Schutz suchen.
6. Wenn man ohne Schutz auf einem flachen Feld steht und fühlt, daß sich die Haare sträuben - ein Anzeichen dafür, daß der Blitz bald zuschlägt -, auf die Knie fallen und nach vorn beugen und dabei die Hände auf die Knie legen. ( nicht flach auf den Boden legen !)
7. Vom Blitz getroffene Leute erhalten einen starken elektrischen Schlag und erleiden möglicherweise Verbrennungen, sie sind aber nicht elektrisch aufgeladen und können ohne Gefahr angefasst werden. Selbst jemand, der durch einen Blitz getötet wurde, kann noch wiederbelebt werden, wenn man schnell handelt. Wenn eine Gruppe getroffen wurde, sollten die scheinbar Toten zuerst behandelt werden.
8. Opfer die nicht mehr atmen, muß sofort eine Mund zu Mund Spende verabreicht werden, um Schäden am Gehirn zu verhindern. Erwachsene werden alle 5 Sekunden, Kinder alle 3 Sekunden beatmet, solange bis medizienische Hilfe kommt.
9. Auch Opfer , die nur gelähmt und ansonsten unverletzt zu sein scheinen, benötigen möglicherweise Hilfe.Auf Verbrennungen überprüfen, und zwar besonders an Finger und Zehen sowie in der Nähe von Knöcheln und Schmuck.
Waldbrände
1. Bei der Fahrt durch trocknes bewaldetes Gelände von Zeit zu Zeit den örtlichen Radiosender einstellen, um eventuell Berichte über größere Brände im betreffenden Gebiet zu hören.
2. Wenn kein Radio vorhanden ist, entfernt liegende Berge nach schwarzen Wolken absuchen, die in einer bestimmten Gegend bleiben oder sich wellenförmig bewegen und anders als gewöhnliche Regenwolken aufsteigen.Wenn man sich gegen den Wind bewegt, kann man den Rauch oft riechen, lange bevor man ihn sieht. Die Richtung des Brandes festzustellen versuchen und entsprechend ausweichen.
3. Nicht versuchen, einem bereits nahe gekommenen Waldbrand davonzulaufen. In Richtung auf den nächsten Strom oder Fluß rennen, selbst wenn man dabei quer zum Feuer rennen muß. In den Fluß springen und von brennbaren Uferabschnitten entfernt halten.
4. Nicht in Panik geraten. Nur ein außergewöhnlich großes Feuer würde dazu führen, daß äußerst seichte oder stehende Gewässer so heiß werden, daß man sich darin verbrüht.
5. Einatmen von Rauch dadurch verhindern, daß man durch feuchte Stoffe, ein Handtuch oder ein Unterhemd atmet.
6. Das Feuer absorbiert einen großen Teil des vorhandenen Sauerstoffs, daher still liegen und soweit wie möglich die normale Atmung aufrechterhalten.
7.Was immer man auch tut, flache Höhlen sind zu meiden. Wenn der eingeatmete Rauch nicht tödlich ist, Hitze und Sauerstoffmangel sind es bestimmt.
Tornados
1. Auf Ratschläge im Radio oder Fersehen achten.
2.Den Himmel beobachten. Das Auftreten rotierender, trichterförmiger Wolken telefonisch an die Polizei oder Wetterstation weitergeben.
3. Falls möglich, im Innern eines Gebäudes Schutz suchen.
4. Im Freien im rechten Winkel aus dem Weg des Tornados fortbewegen.
5. Falls keine Zeit zur Flucht vorhanden ist, flach in die nächste tiefere Stelle im Boden (Graben, Loch) legen.
6. In Bürogebäuden ist der Keller oder ein Innenflur in einem der unteren Etagen am sichersten.Falls die Zeit nicht reicht, um in eines der unteren Stockwerke zu kommen, bieten kleine Räume mit festen Wänden oder Innenflure einigen Schutz. Andernfalls Schutz unter schweren Möbelstücken suchen.
7. Wenn noch Zeit bleibt, die Fenster an der dem Sturm abgewandten Seite öffnen - sich jedoch vom Fenster fernhalten.
8. Wohnwagen sind besonders anfällig fürs Umkippen bei starkem Wind und sollten zugunsten eines vorher gewählten Unterschlupfes aufgegeben werden.